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Seit den 1970er Jahren wird der Beagle vermehrt als Haus- und Familienhund gezüchtet. Aber die Rasse "Beagle" ist wesentlich älter. Erste Erwähnungen beagleähnlicher Hunde werden auf das Jahr 1066 datiert.

1475 wird die Bezeichnung "Beagle" erstmals für kleinen Meute- und Stöber- bzw. Laufhund erwähnt (The Squire of Low Degree, England). Der Name Beagle leitet sich vermutlich vom alt-französischen "béguele" für "weit offene Kehle / schreien" ab.

Vermutlich bereits seit dem sechsten Jahrhundert wurden die Vorfahren der Beagle für die Jagd in der Meute gezüchtet. Später hielten die englischen Adels- und Königshäuser große Beaglemeuten für die Jagd.

 

Der Beagle gehört für Jäger zu den Brackenartigen. Dieser Hundeschlag jagt mit großer Passion, (meist) großem Laut (Spurlaut) und sehr ausdauernd auf der Wild-Fährte. Dabei benötigt der Beagle keinen Sichtkontakt zu seinem Menschen. Durch ihr ausdauerndes Gebell zeigen sie dem Jäger wo sie sind und aus welcher Richtung sie das Wild auf den Jäger zutreiben (brackieren).

 

Durch das jahrhunderte lange Leben in der Meute fällt es den meisten Beagle schwer alleine zu bleiben. Am glücklichsten sind die meisten Beagle zu zweit. Ist dies nicht möglich sollte mindestens ein Familienmitglied zu Hause sein. Durch seine mittlere Größe, seine Freundlichkeit und sein freundliches Aussehen können Beagle oft problemlos mit zur Arbeit bzw. in´s Büro genommen werden.

 

 

Traurige Berümtheit erlangte der Beagle durch die Verwendung als Labor- und Versuchshund. Viele Laborbeagle können nach Beendigung der Versuchsreihe aus dem Labor ausziehen und ein Leben als Familienhund führen.

 

 

Den Beagle gibt es heute in verschiedenen Schlägen zwischen

18 - 30 cm / 3-7 kg (Pocket- Marshall oder Old english Beagle)

33 - 41 cm / 9 - 20 kg (Standard Beagle)

45 - 50 cm / 18 - 27 kg (Beagle Harrier) und

56 - 66 cm / 20 - 27 kg (Kerry Beagle).

 

In Deutschland sind hauptsächlich Pocket- bzw. Marshall-Beagle sowie die Standart-Beagle vertreten. Die meisten Laborbeagle wurden in der Größe der Pocket- oder Marshallbeagle gezüchtet.

 

 

Weiter Informationen zum offiziellen Standart der FCI finden sie hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Beagle_(Hunderasse)

 

Wenn Sie sich mit dem Gedanken spielen einen Beagle in ihr Leben zun holen, überlegen sie bitte ein paar Dinge vorher:

* Der Beagle wird im Normalfall 14 - 16 Jahre. Haben Sie über diesen langen Zeitraum wirklich die Möglichkeit für den Hund zu sorgen, ihn körperlich und geistig auszulasten?

* Was passiert, wenn sie einmal vorrübergehend oder dauerhaft keine Zeit haben sich um den Hund zu kümmern? Tierheim ist sicherlich nur die letzte Alternative.

* Haben Sie die zeitlichen und finanziellen Mittel, den Hund zu versorgen? Die Anschaffung und die Erstausstattung sind dabei die geringsten Kosten. Weitaus höher sind die Ausgaben für Futter, Tierarzt, Hundeschule, Steuer, Versicherung....

* Sind sie bereit auf viele Freizeitaktivitäten zu verzichten, weil der Beagle dorthin nicht mit kann?

* Der Beagle wurde jahrhundertelang auf selbständiges Jagen gezüchtet. Haben Sie die Geduld und die Nerven, evtl. mehrere Stunden auf einen entlaufenen Beagle zu warten, mit der Angst zu leben dass er überfahren oder erschossen wird?

* Oder sind sie alternativ bereit SEHR VIEL Zeit in die Erziehungs- und Bindungsarbeit mit Ihrem Beagle zu stecken, ohne die Gewissheit zu haben, dass er wirklich jemals ohne Leine laufen können wird.

* Sind sie sicher, dass sie dem unglaublichen Augenaufschlag und dem Charme eines Beagle wiederstehen können, wenn er zum wiederholten Male Essen geklaut, den Mülleimer ausgeräumt oder die Nachbarskatze verjagt hat?

 

 

Eigeschaften, die einen Beaglebesitzer auszeichnen, bitte mit einem Augenzwinkern betrachten:

* unendlich viel Geduld: der Beagle fordert eine mindestens 3 jährige Grunderziehung und lebenslanges Training;

* eine übergroße Portion Humor: einem gelangweilten Beagle fällt immer wieder etwas neues ein;

* Bereitschaft zu vielen Wiederholungen: der Beagle ist i.d.R kein Hund, der von sich aus etwas tut um "seinem" Menschen zu gefallen. "Will to please" ist kein üblicher Charakterzug des Beagle;

* sehr viel liebevolle Konsequenz: Ein unerwünschtes Verhalten ist entweder vom ersten Tag an und immer verboten oder wird direkt unter "geduldet" verbucht. Dabei ist es wenig effektiv, den Beagle nur zu bestrafen oder nur "positiv zu bestärken". Die richtige Mischung macht es;

* viel Tolleranz: gegenüber anderen Hundebesitzern und Mitmenschen ohne Hund. Der "Ruf" des Beagle unter Hundemenschen ist überwiegend schlecht. Der Beagle gilt als unerziehbar, unkooperativ und ist auch in vielen Hundeschulen wenig gerne gesehen.